Queenstown Part I

Hallo ihr Lieben!
Am naechsten Tag ging es, wie ich bereits angedeutet hatte, nach Queenstown.
Queenstown ist so DAS Touristenzentrum hier auf der Suedinsel und bietet dementsprechend viel an. Man kann da so ziemlich allen Aktivitaeten nachgehen, die man sich in seinem kleinen Kopf so vorstellen kann, die Landschaft ist ATEMBERAUBEND schoen und an jeder Ecke gibt es Restaurants, Cafes, Bars etc.
Aber zurueck auf Anfang.

Am Vormittag schlug ich noch etwas Zeit in Dunedin tot und machte mich dann auf den Weg zur Bushaltestelle. Die war Ewigkeiten vom Hostel entfernt und es kostete mich nur 40 Minuten, da hin zu laufen – mit Sack und Pack. Aber man hat ja nicht umsonst einen Rucksack und keinen Reisekoffer mit.
Jedenfalls sass ich dann irgendwann im Bus. Eigentlich wollte ich schlafen, das war in meinem Tagesplan so eingebaut, denn die Fahrt von Dunedin nach Queenstown dauert knappe 5 Stunden und wie verbringt man so eine Fahr besser als mit Schlafen? Richtig. Gar nicht.
Auf der ersten Haelfte der Strecke konnte ich nur leider nicht schlafen, aufgrund eines altbekannten Problemes. WIE-SO um alles in der Welt sind die Reisebusse hier nicht mit Toiletten ausgestattet?? Der Fahrer, ein Baertiger mit Goldzahn (wenn ich im Nachhinein so drueber nachdenke frage ich mich ernsthaft, wieso ich so jemandem mein Leben in die Hand druecke) hatte keine Pausenzeiten angesagt, und so trank ich einfach auf gut Glueck hier und da ein Schlueckchen Wasser, was irgendwie keine kluge idee war. Als wir etwa eineinhalb Stunden nach Abfahrt in einem kleinen Oertchen anhielten, eigentlich nur um einen weiteren Passagier einzusammeln, gab ich auf. Ich scheuchte meinen Sitznachbarn hoch, peste durch den Mittelgang, am Fahrer vorbei, der draussen das Gepaeck des Neuankoemmlings verstaute. „Bin gleich wieder da!“ rief ich im Vorbeilaufen und folgte blind dem Toilettenschild, welches an einer nahe gelegenen Strassenlaterne angebracht worden war. Der Fahrer antwortete irgendwas, keine Ahnung, was das war, das war sowieso das erste Mal an diesem tag dass ich den alten Mann sprechen hoerte. Mir war alles egal, ich raste in windeseile zum Toilettenhaeuschen, waehrend der Rest der Fahrgaeste auf mich wartete. War mir auch egal.
Fuenf Minuten spaeter ging die wilde Fahr dann weiter. Doch konnte ich immer noch nicht schlafen, denn jetzt schien die Landschaft pausenlos von Minute zu Minute schoener zu werden. Wir fuhren anriesigen, graubraunen, felsigen Bergketten entlang, und das einzige, was uns vom Fuss der Berge trennte war ein reissender Strom eisblauen Wassers, gesaeumt von ein paar gruenen Pflaenzchen. So ging das die ganze Zeit, und selbst, wenn ich gewollt haette, haette ich die Augen sicher nicht mehr zu bekommen. Das wolte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen.
Abends um halb 8 waren wir dann endlich da. Und ich weiss nicht, wovon, aber irgendwie war ich fix und alle. Ich schleppte mich zum Hostel, wo mich ein sehr freundlicher Neuseelaender empfing und mir alles wichtige Zeigte. Mein Zimmer teilte ich in der Nacht mit drei Niederlaendern, was man eben so kriegt, wenn man last minute ein Gemeinschaftszimmer bucht, ne? Mehr als Einkaufen und lesen habe ich dann an diesem Abend auch nicht mehr gemacht, denn der naechste sollte ein langer Tag werden.
In diesem Sinne!
Alles Liebe,
Klara

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